Am Welt-AIDS-Tag 2015 veröffentlichen wir unter mplus-magazin.de jede Stunde eine Erinnerung eines Menschen an einen Freund oder Prominenten, der nicht mehr lebt, einen ganzen Tag lang. So erinnert sich Rosa von Praunheim, Filmemacher und Direktor der Akademie der Künste, an den Aktivisten Andreas Salmen:

Ich erinnere mich an den Winter 1991 als er starb. Mit ihm hatte ich Act Up Berlin gegründet, wir hatten uns vor dem Gesundheitsamt wie Leichen auf den Boden gelegt, im Lufthansabüro ebenso, wir hatten beim Besuch des Gesundheitssenators die Finanzierung eines Sonderheftes zum Thema Aids und die Gründung eines Infoladens (des heutigen Mann-o-Meter) durchgesetzt und vieles mehr. Beim Fall der Mauer verteilten wir Kondome an der Grenze, weil die Aids-Hilfen im Westen kein Geld abgeben wollten für Prävention im Osten. In der Nacht vor meinem Auftritt in der RTL-Talkshow „Der heisse Stuhl“ starb Andreas Salmen und ich beschloss Hape Kerkeling und Biolek zu outen, um auf die dringenden Gefahren von AIDS aufmerksam zu machen. Ich hoffte auf Solidarität. Mit diesem Auftritt änderte sich die Einstellung der Presse zu Schwulen. Plötzlich wurden sie nicht nur problematisiert, sondern man nahm sie als ganz normale Menschen war. #Irememberyoutoday, Andreas und danke Dir. Du warst einer der Wenigen, die  den Ernst der Lage begriffen hatten.

Foto: Raymond Angeles

Mehr auf unserer FACEBOOK-Seite.