Guten Tag, wir sind die Alten.

Zwar erscheint die M+ ab dieser Ausgabe nicht mehr im Bruno Gmünder Verlag – den gibt es nämlich nicht mehr – aber das Redaktionsteam ist das gleiche wie bisher. Und wir stecken mit größtem Vergnügen weiterhin viel Kraft in unsere Arbeit, um Euch alle drei Monate so umfassend wie möglich über Gesundheitsthemen für Männer zu informieren. Vielleicht sind wir sogar noch ein bisschen engagierter, denn wir produzieren das Heft jetzt in Eigenverantwortung. Das kam so: als sich im Sommer kein neuer, großer Verleger für unser kleines Heft mit HIV-Schwerpunkt finden wollte, haben wir unser Baby angeguckt und gedacht: „Das wäre ja noch schöner! Wenn wir nicht nur alles selber machen, sondern auch alles selber bestimmen könnten.“ Gesagt, getan. Deswegen wird es die M+ auch weiterhin geben: Von uns, für Euch, jetzt auf direktem Weg.
Bei so viel Zukunft um uns rum dachten wir, wir machen genau die auch zum Schwerpunktthema dieser Ausgabe. Und haben alle möglichen Menschen nach dem Allerneuesten gefragt: Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe nach den Entwickelungen bei der PrEP-Finanzierung und Regie-Ikone und Aktivisten-Legende Rosa von Praunheim danach, warum er so ein Theater macht. Von Pulitzer Preisträger Michael Cunningham wollten wir wissen, was mit HIV-positiven Prinzen in Märchen passiert und von zwei der bekanntesten Immunologen der Welt, wie sich HIV-Therapien in den nächsten Jahren entwickeln werden. Robin Campillo, der Macher des Cannes Gewinners „120 BPM“ hat uns erzählt, warum er 20 Jahre gebraucht hat, um einen Film über seine Zeit beim französischen ACT UP zu machen und warum der heute so aktuell ist, wie nie zuvor. Zum Welt-AIDS-Tag erzählen wir die Geschichte von Lillian, die Gott wahrscheinlich besser kennt als der Papst und unser Hepatitis-Schwerpunkt hilft Euch dabei, Euch zu schützen.

Auch weiterhin viel Spaß beim Lesen, 

Paul Schulz & Christian Lütjens   

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